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timer-app/deploy/bondrucker
Kerim (portable/claudecode)andClaude Opus 5 5e23ccdcbc Drucker-Pi aus der Oberflaeche heraus einrichten
Die Einrichtung war Handarbeit: Dateien per scp auf den Pi, dort install.sh
mit sudo starten, Token abschreiben, in die .env eintragen, Dienst neu
starten. Das ist genau die Sorte Arbeit, die beim naechsten Geraetetausch
niemand mehr weiss. Jetzt macht das ein Knopf unter "Einstellungen":
Adresse, Benutzer und Passwort eintragen, und die App meldet sich per SSH an,
prueft Python/systemd/Druckergeraet, uebertraegt deploy/bondrucker/, startet
install.sh mit einem selbst erzeugten Token, raeumt auf und prueft von aussen
nach. Jeder Schritt steht mit Ergebnis im Protokoll.

Damit das ueberhaupt Sinn ergibt, liegt der Druckerzugang jetzt in der
Datenbank statt in der .env - sonst muesste hinterher doch wieder jemand auf
den Server. Die PRINTER_*-Werte in der .env sind nur noch Startwerte beim
allerersten Start, wie RATE_PER_10MIN auch.

Zwei Fehler, die beim Testen der Einrichtung auffielen:

install.sh startete den Dienst nicht neu, sondern nur "enable --now". Bei
einer erneuten Einrichtung lief die Bruecke deshalb mit dem ALTEN Token
weiter und lehnte jeden Bon mit HTTP 403 ab. Jetzt: restart.

Die Gegenprobe fragte nur /status ab - und /status prueft kein Token. Ein
Dienst mit altem Token galt damit faelschlich als bereit. Die Bruecke meldet
in /status jetzt zusaetzlich, ob das mitgeschickte Token passt (Version 1.1),
und die Einrichtung prueft das mit.

Zugangsdaten werden einmal benutzt und danach vergessen; das erzeugte Token
wird aus dem Protokoll entfernt, bevor es in den Browser oder ins Journal
geht. Neu dabei: ssh2, reines JavaScript.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-04 20:59:56 +02:00
..

Bondrucker-Bruecke

Kleiner Dienst für den Raspberry Pi, an dem der Kassendrucker per USB hängt.

Warum es ihn gibt

Der Bondrucker ist ein USB-Gerät (/dev/usb/lp0) und damit nur für den Rechner sichtbar, an dem er steckt. Der Timer-Server läuft woanders. Diese Brücke nimmt fertige ESC/POS-Daten per HTTP entgegen und schiebt sie in das Gerät — mehr nicht. Der Bon selbst wird in der Timer-App gebaut (backend/receipt.js), damit Layout-Änderungen nicht auf dem Pi angefasst werden müssen.

Nur Python-Standardbibliothek, kein pip, kein CUPS, kein node.

Installation — der übliche Weg

Aus der Oberfläche: ⚙️ Einstellungen → 🔧 Drucker einrichten. Dort IP, Benutzer und Passwort des Pi eintragen und auf 🚀 Jetzt einrichten klicken.

Die App macht dann per SSH genau das, was unten von Hand steht: Dateien übertragen, install.sh mit einem frisch erzeugten Token starten, aufräumen und nachsehen, ob der Dienst antwortet. Anschließend übernimmt sie den Drucker selbst — es ist nichts mehr in der .env einzutragen. Das Protokoll zeigt Schritt für Schritt, was passiert ist.

Der Pi braucht dafür nur: SSH, Python 3, systemd, einen Benutzer mit sudo — und den Drucker am USB-Anschluss. Ein frisch aufgesetztes Raspberry Pi OS erfüllt das ab Werk.

Die Zugangsdaten werden einmal benutzt und danach verworfen. Gespeichert wird allein das erzeugte Drucker-Token.

Installation von Hand

Falls die App den Pi nicht erreicht (anderes Netz, kein sudo per Passwort):

# Dateien auf den Pi kopieren
scp print-server.py bondrucker.service install.sh README.md pi@<PI-IP>:/tmp/bondrucker/

# Dort einrichten
ssh pi@<PI-IP>
cd /tmp/bondrucker && sudo bash install.sh

install.sh legt an:

Was Wo
Dienstbenutzer bondrucker (Gruppe lp)
Programm /opt/bondrucker/print-server.py
Token /etc/bondrucker/env (0640, root:bondrucker)
udev-Regel /etc/udev/rules.d/99-bondrucker.rules
Dienst bondrucker.service, aktiviert und gestartet

Am Ende gibt das Skript den Wert für das Token aus.

install.sh ist wiederholbar: ein erneuter Aufruf überschreibt Programm und Token und startet den Dienst neu. Ohne den Neustart liefe er mit dem alten Token weiter und würde jeden Druckauftrag mit HTTP 403 ablehnen.

Timer-Server konfigurieren

Nach der Einrichtung aus der Oberfläche: nichts zu tun.

Nach der Einrichtung von Hand: in ⚙️ Einstellungen unter „Drucker einrichten" lassen sich Adresse, Port und Token auch direkt eintragen. Der Druckerzugang liegt in der Datenbank, nicht in der .env — ein Neustart des Dienstes ist für einen Druckerwechsel nicht nötig.

Die Werte PRINTER_HOST, PRINTER_PORT, PRINTER_TOKEN und PRINTER_WIDTH in der .env sind nur die Startwerte beim allerersten Start. Sind sie leer, ist die Druckfunktion aus und die App verhält sich wie vorher — ohne Bon-Knöpfe, bis ein Drucker eingerichtet wird.

Prüfen

# Zustand des Druckers
curl -s http://<PI-IP>:9100/status

# Aus der App heraus: Einstellungen -> "Probedruck"

Antwortet /status mit "ok": true, ist das Gerät da und beschreibbar.

Schnittstelle

Aufruf Wirkung
GET /status JSON mit Gerät, Beschreibbarkeit, letztem Fehler. HTTP 503, wenn kein Drucker da ist
POST /print Rumpf = rohe ESC/POS-Bytes, Kopfzeile X-Print-Token. Antwortet {"ok":true,"bytes":N}

/status verlangt kein Token — der Zustand des Druckers ist nicht geheim und soll für Health-Checks abfragbar bleiben. Wird trotzdem eines mitgeschickt, meldet die Antwort in tokenAccepted, ob es passt. Die App nutzt das nach der Einrichtung als Gegenprobe: erreichbar allein genügt nicht, das Token muss auch angenommen werden.

Fehler kommen als HTTP 4xx/5xx mit {"error": "..."} zurück — die Timer-App zeigt diesen Text unverändert an. „Papier leer" und „Deckel offen" landen als OSError beim Schreiben und damit als HTTP 502 in der Anzeige.

Betriebshinweise

  • Feste IP vergeben. Der Pi hängt per WLAN und DHCP im Netz. Wechselt die Adresse, druckt die App nicht mehr, bis PRINTER_HOST angepasst ist. Eine DHCP-Reservierung im Router ist der einfachste Weg.
  • USB-Kabel neu gesteckt? Aus lp0 kann lp1 werden. Der Dienst sucht deshalb selbst nach /dev/usb/lp* — es ist nichts zu tun.
  • Ein Auftrag nach dem anderen. Der Dienst serialisiert Druckaufträge, zwei gleichzeitige Bons können sich nicht ineinanderschieben.
  • Netzgrenze. Port 9100 sollte nur aus dem eigenen Netz erreichbar sein. Das Token schützt gegen versehentliche, nicht gegen entschlossene Zugriffe.

Fehlersuche

systemctl status bondrucker
journalctl -u bondrucker -f          # jeder Auftrag wird protokolliert

# Am Pi direkt drucken, ohne App und ohne Dienst:
printf 'Test\n\n\n\n\x1dVB\x00' | sudo tee /dev/usb/lp0 > /dev/null
Symptom Ursache
/status sagt deviceExists: false Drucker aus oder USB-Kabel ab
/status sagt writable: false udev-Regel nicht gegriffen — sudo udevadm trigger, Dienst neu starten
HTTP 403 PRINTER_TOKEN in der .env weicht von /etc/bondrucker/env ab
App meldet „nimmt keine Verbindung an" Dienst läuft nicht, oder falsche IP/Port
Einrichtung bricht bei „Dienst eingerichtet" ab sudo-Passwort falsch, oder der Benutzer darf kein sudo
Einrichtung meldet „lehnt das neue Token ab" auf dem Pi läuft noch eine Brücke vor 1.1 — Einrichtung wiederholen
Umlaute als Kringel Drucker beherrscht Codepage 16 (WPC1252) nicht — siehe backend/escpos.js